Kinder, Intelligenz und vegane Ernährung

Neulich bei einer einwöchigen Fortbildung war ich durch das dürftige Angebot der angeschlossenen Kantine wieder einmal stark eingeschränkt bei der Auswahl der essbaren Zutaten. Angesprochen auf die großen Mengen verschiedener Beilagen, die ich dort aus Mangel an Alternativen verdrückte, kam mal wieder das Thema Veganismus auf den Tisch.

Jemand erinnerte sich daran eine Studie im Fernsehen gesehen zu haben, die tierische Proteine als unverzichtbar darstellte und erhob diese zur Untermauerung des eigenen Standpunkt zur unanfechtbaren Autorität- was etwas grotesk anmutete da selbige Person nur wenige Momente vorher den Wert wissenschaftlicher Studien zu einem anderen Thema grundsätzlich mit einer Plattitüde in Zweifel zog. Ein anderer sagte, der Verzicht auf tierische Proteine sei sehr schädlich für die Intelligenzentwicklung von Kindern und Heranwachsenden. Die Sorge für das Kind hat mich dann doch irgendwie gerührt, aber wieso sollte man die eigenen Gewohnheiten nicht auch einmal auf den Prüfstein stellen anstand immer nur die der anderen zu attackieren?

Nun denn, ich habe ebenfalls einige Worte aus ärztlicher Quelle aufgetan und möchte diese kurz zum Besten geben:

  • Defizite im Wachstum rühren nicht durch vegane Ernährung an sich, sondern durch reduzierte Kalorienaufnahme allgemein (Stichwort Verzicht). Man sollte immer auf ausreichende Kalorienzufuhr, abwechslungsreiche Kost und sättigende Mahlzeiten Wert legen.
  • Je höher die Aufnahme tierischer Proteine, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Diabetes, fragiler Knochen und autoimmuner Krankheiten. Bei veganer Kost hingegen ist das Risiko minimiert, eine Kalorienrestriktion nicht notwendig (vorausgesetzt es handelt sich um natürliche und vollwertige Kost, keine Süßigkeiten).
  • Nachteilig für die Entwicklung von Intelligenz bei Kindern ist hingegen der frühe Ersatz von Muttermilch durch Kuhmilch. Muttermilch ist die beste und denkbar geeignetste Nahrung für Säuglinge und enthält signifikant mehr Mineralstoffe wie Mangan, Lecithin und Kalium als Kuhmilch. Unbestritten ist, daß Kinder davon profitieren und gesünder aufwachsen, wenn Sie durch die Mutter gestillt werden. Es würde ja auch niemand bestreiten, daß Menschen größere Gehirne haben als Kühe, oder? Wichtig ist jedenfalls, daß auch die Mutter rundum gut genährt ist um die positiven Effekte an das Kind weiter zu geben.
  • Vegetarisch und vegan ernährte Frauen geben nachgewiesenermaßen weniger Pestizide und Schadstoffe durch ihre Muttermilch weiter, als konventionell ernährte. (Pestizide landen in erster Linie natürlich auch auf der Pflanze, reichern sich vor allen Dingen aber in tierischen Produkten an)
  • Unter oben genannten Umständen gelten vegan erzogene Kinder als überdurchschnittlich intelligent, lebhaft, eloquent.

Quellen:

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