Was SEO-Tipps in 2015 noch leisten können

Alle Jahre wieder ergießt sich zum Jahreswechsel eine Flut von Artikeln, was von nun an „old and busted“ ist und welcher Trend fortan das SEO beherrschen wird. Für diejenigen die es noch nicht wissen: SEO steht für search engine optimization, also alles was man tun kann damit eine Seite für bestimmte Stichworte auf den vorderen Rängen der Google Suchmaschine landen wird. Wird diese Seite nun eine Abwertung erfahren, denn „du sollst nicht über SEO sprechen“? Egal.

Optimierer unter Schock – neuer Algo

Seit einiger Zeit jedenfalls stehen Suchmaschinenoptimierer unter Schock. Google hatte mal wieder seinen Suchmaschinenalgorithmus geändert und all jene Seiten, die null Informationsgehalt aufweisen, sind zurecht in der Versenkung verschwunden.  Bis dahin wurden Unzulänglichkeiten des Algorithmus genutzt um den eigenen Seiten einen Popularitätsbonus zu verschaffen. Popularität wurde stets anhand der Anzahl eingehender Verknüpfungen gemessen. Folglich gab es massenweise Linkfarmen, also Netzwerke von Seiten die niemand liest, aber Links auf andere Seiten enthalten. Googles Suche wird nach und nach intelligenter, was den normalen Internetnutzer freuen dürfte, SEO-Spezialisten allerdings an den Rand der Verzweiflung und viele um ihr sicher geglaubtes Einkommen gebracht hat.
Das neue Zauberwort der SEO-Szene für 2015 heißt nun – Achtung festhalten…

Usability

Subsummiert werden unter diesem Wort neue Anforderungen, die durch kleinere Bildschirme an tragbaren Endgeräten wie Smartphones und Tablets entstanden sind.

Achtung und jetzt kommts, hier ist der zeitlose SEO Tipp der euch alle verblüffen wird: W3C-Konformität! Wisst ihr noch, dieses World Wide Web Consortium was Konventionen für html Code definiert und wo man seinen Code validieren lassen kann? Ich hatte schon Ende der 90er Jahre stets den Eindruck, daß valider Code neben dem Inhalt ein Faktor ist, der mit einer Hochstufung honoriert wird. Leute, Suchmaschineningenieure sind auch Geeks und die lieben sauberen Code! Das Beste kommt noch: valider Code ist usable, accessable, kann auf allen Geräten korrekt interpretiert werden und macht auch auf kleineren Endgeräten wie Tablets und Smartphones die wenigsten Probleme. Soviele Vorteile auf einmal – W3C ist der heiße Tipp, denn damit wurde man schon anno dunnemals bei Google aufgewertet und das ist in 2015 immer noch so.

Dafür scheint die Anpassung von Metadatenfeldern auf der Seite eine untergeordnete Rolle zu spielen. Ganz klar schadet es nicht, wenn man eine Kurzbeschreibung und ein paar Schlüsselwörter für die Seite eingibt, allerdings gibt es soviele Seiten mit Spitzenpositionen, wo Metadaten nicht einmal angefasst wurden, daß ich es als vernachlässigbar einschätze.

Content is king

Eine ziemlich abgedroschene Floskel, die allerdings niemals an Gültigkeit verliert. Man sieht es daran, daß pure Artikeldatenbanken immer noch sehr gut gelistet sind, selbst wenn zwischen den einzelnen Artikeln überhaupt kein inhaltlicher Zusammenhang besteht und selten jemand einen Link zu einem Fachartikel „zwitschert“. Für jede Suchmaschine ist Information wertvoll, die einzigartig ist und in dieser Form nirgendwo anders im Netz zu finden ist. Deswegen ist das gezielte Streuen von Artikeln in Datenbanken, die einen Link zur eigenen Seite enthalten, ein beliebtes Mittel um Besucher zu steuern. Es funktioniert und ich halte es für eine legitime Art der Eigenwerbung. Ihr habt einen Artikel geschrieben und verlinkt darauf, das erzeugt Mehrwert für das Netz und wertet sowohl eure Webseite wie auch den Artikel auf, da ein inhaltlicher Zusammenhang hergestellt wird.

Backlinking ist passé

Backlinks funktionieren nicht mehr zwangsläufig. Vor allen Dingen wenn kein inhaltlicher Zusammenhang besteht zwischen den verknüpften Seiten, dann bewirkt es keinen erkennbaren Mehrwert. Der Verkauf von Backlinks und das Auftauchen der Adresse auf einer Linkfarm kann dagegen böse Konsequenzen haben. Google straft solches Verhalten konsequent ab und stößt solche Seiten in den Orkus.

Was 2015 wichtig ist: Content Marketing

  • Herstellung eines thematischen Zusammenhangs durch Verknüpfungen, hinsichtlich der Schlüsselwörter mit denen man erscheinen möchte. Mehrfache Wiederholungen der immer gleichen Keywords werden nicht mehr funktionieren.
  • Kontinuität bei der Erstellung einzigartiger Inhalte. Daher kommt die oft geäußerte Empfehlung für die Zukunft eine Markenidentität zu entwickeln oder Autorität in einer Nische einzunehmen.
  • Die Popularität der selbst erzeugten Autorität wird gemessen durch Links, Tweets und Empfehlungen auf sozialen Netzwerken. Es ist auch anzunehmen, daß das eigene Ranking auch abgewertet wird, wenn die Anzahl der Empfehlungen irgendwann abebbt. Ein Konkurrent könnte beispielsweise eine Aufwertung erfahren weil er einen Trend erkennt und mehr Zuspruch erhält, der sich im Netz wie oben beschrieben messen lässt. Das passiert nicht, wenn man ein sehr spezielles Thema besetzt.
  • Accessability der Seite durch Unterstützung verschiedener Endgeräte. W3C-Konformität hat schon immer geholfen und hilft auch heute noch.
  • Google liebt WordPress. Einfache Bloggingsoftware ist angelegt Artikel zu verschlagworten und miteinander zu verbinden. Selbst kleine Blogs enthalten binnen kurzer Zeit mehrere hundert Querverweise. Jeder Link den man darüber hinaus noch manuell in den Text einpflegt wertet sowohl den Geber als auch den Nehmer auf. Diese sind für Suchmaschinen Gold wert da eine inhaltliche Verbindung angenommen werden kann. Besteht dieser inhaltliche Zusammenhang nicht ist der Link wertlos für den Leser und auch für das Suchmaschinenranking.

Die Tipps für das neue Jahr sind für mich immer noch wie eh und je. Technische Schlupflöcher die es möglich machten, sich einen Vorteil zu ermogeln, werden sukzessive geschlossen. Daß Soziale Netzwerke das Feld verändern würden war nicht schwer zu erahnen. Muß deswegen jeder Fließenverleger ein Profil auf jedem sozialen Netzwerk haben? Sicherlich nicht. Aber dauerhaft im Gespräch zu bleiben und Empfehlungen zu bekommen hat noch niemanden geschadet.

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