Makabres Schauspiel vor der Wiesn – die Kuh „Bavaria“

Diese Woche, während die Vorbereitungen zum Oktoberfest bereits in vollem Gange sind, hat sich unmittelbar vor der Münchner Wiesn ein „blutrünstiges“ Spektakel abgespielt.
Bei der Anlieferung an einen Schlachthof hatte sich eine Kuh, ihr düsteres Schicksal ahnend, davongemacht und ist in Todesangst durch die Innenstadt galoppiert.

Leider ist dabei auch eine Joggerin zu Schaden gekommen, welche durch die Kuh von hinten auf die Hörner genommen wurde. Ein Polizeiwagen, der von den Beamten auf selbstlose Weise zwischen Kuh und Passanten manövriert wurde, ist durch einen Rammstoß der Kuh ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Gefährt muß wohl erst einmal außer Dienst gestellt werden.

Bei der Theresienwiese, unmittelbar neben der bekannten Bavaria, sozusagen der bayerischen Freiheitsstatue, wurde das Tier zur Strecke gebracht. Mehrere Schüsse aus den Handfeuerwaffen der Polizisten konnten es nicht stoppen, erst musste ein Gewehr herbeigeholt werden.

Grabmal der Kuh "Bavaria"
Grabmal der Kuh „Bavaria“

Geradezu rührend finde ich aber das Grabmal der Kuh, welches Münchner Bürger nur wenige Stunden nach der Begebenheit einrichteten. Eine Kuh, die um ihr Leben rennt, dieses unmittelbar neben der Bavaria aushaucht, wo in Kürze Tausende von Tierkadavern von Festbesuchern auf der Wiesn verzehrt werden – wenn das mal nicht makaber ist.

Nachruftext auf die Kuh "Bavaria"
Nachruftext auf die Kuh „Bavaria“

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